Guter Schlaf ist gut für die Gesundheit und hilft, den Blutdruck zu senken

Wohlbefinden



Warum ist gute Nachtruhe wichtig?

Ein guter Schlafrhythmus kann den Blutdruck senken, den allgemeinen Gesundheitszustand verbessern, und Sie fühlen sich am Morgen frisch.

Nach erholsamem Schlaf fühlt man sich spürbar besser. Guter Schlaf gehört aber auch zu einem gesunden Lebensstil, denn er ist gut für Herz, Körper, Geist u.v.m.

Mangelnder Schlaf hat kurz- und langfristige negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit, sowohl aus physischer wie auch aus physiologischer Sicht. Zu den kurzfristigen negativen Auswirkungen gehören erhöhte Angstgefühle, Gedächtnisstörungen sowie andere kognitive Defizite wie verringerte Aufmerksamkeit und schwächere Lernfähigkeit. Schwerwiegender sind die langfristigen Auswirkungen. Langfristiger Schlafmangel kann das Risiko von Herzproblemen steigern. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Schlafentzug mit einer Entzündung assoziiert ist, die den Blutdruck erhöht. Zu weiteren Risiken zählen Gewichtszunahme und affektive Störungen.

Obgleich die Auffassung vorherrscht, dass wir im Schlaf abschalten und ruhen, sind Körper und Geist im Schlaf in der Tat recht aktiv. Unser Körper braucht den Schlaf, um zu regenerieren, Muskeln aufzubauen, geschädigtes Gewebe zu reparieren, das Gedächtnis zu verbessern und Hormone aufzubauen.

Wie viel Schlaf wir brauchen ist unterschiedlich und von unserem Alter und Entwicklungsstand abhängig. Kinder und Jugendliche in der Wachstumsphase benötigen sehr viel Schlaf. Neugeborene schlafen in einem Zeitraum von 24 Stunden bis zu 80 % der Zeit. Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin rät Erwachsenen, jede Nacht 7-9 Stunden zu schlafen. Darüber hinaus ist Konsistenz für einen gesunden Schlafrhythmus ausschlaggebend.

Schlafprobleme

Unsere Fähigkeit einzuschlafen oder die Nacht fest durchzuschlafen, kann durch viele äußere Faktoren beeinträchtigt werden. Schlafmangel macht uns mürrisch, müde, gereizt, und manchmal fühlen wir uns sogar unwohl. Deshalb ist es wichtig zu verstehen, welche Faktoren unseren Schlaf beeinträchtigen können, und zu lernen, wie wir mit ihnen umgehen können, um die negativen Auswirkungen auf unseren Schlaf und unsere Gesundheit zu minimieren.

Stress, Angstgefühle, Computer, Umwelt, Alkohol, Koffein, mentale oder körperliche Probleme und bestimmte Medikamente können den Schlaf beeinträchtigen. Obgleich es nicht immer möglich ist, eines oder mehrere dieser Probleme in den Griff zu bekommen, können bereits einige einfache Veränderungen Ihrer Rituale vor dem Zubettgehen, am Morgen oder während des Tages oft helfen, leichter einzuschlafen und durchzuschlafen.

Achten Sie auf Faktoren, die Sie am Einschlafen hindern, und nehmen Sie einfache Veränderungen vor, damit Sie leichter einschlafen

Ein guter Schlafrhythmus

Konsistenz ist wichtig, um gut zu schlafen. Mit einem regelmäßigen Schlafrhythmus steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie jede Nacht gut schlafen.

1. Ritual vor dem Schlafengehen

Jeder ist anders. Sorgen Sie dafür, dass Sie ein Ritual vor dem Schlafengehen entwickeln, das für Sie funktioniert, mit Ihrem Lebensstil im Einklang ist und Ihren Umständen entspricht. Sie müssen das für Sie passende Ritual finden und sich daran halten.

  • Zeit zum Schlafengehen
    Wenn Sie jede Nacht zur gleichen Zeit schlafen gehen, wird Ihre innere Uhr auf diese Uhrzeit eingestellt. Dadurch verbessert sich die Qualität Ihres Schlafs. Gehen Sie zu Bett, wenn Sie müde sind, auch wenn das bedeutet, dass Sie etwas später zu Bett gehen. Auf diese Weise wird verhindert, dass Sie sich häufig im Bett drehen und wenden.
Wenn Sie regelmäßig zur gleichen Zeit zu Bett gehen, und erst dann, wenn Sie wirklich müde sind, wird dies die Qualität Ihres Schlafs verbessern.
  • Vorbereitung aufs Zubettgehen
    Etwas Entspannung vor dem Zubettgehen bereitet den Körper auf erholsamen Schlaf vor. Ein warmes Bad (nicht heiß) wirkt nicht nur entspannend, sondern hilft dem Körper eine für das Ruhen ideale Temperatur zu erreichen. Wenn Ihnen etwas durch den Kopf geht, schreiben Sie es auf. Dann können Sie es vergessen, wenn Sie einschlafen.

    Gehen Sie nicht mit vollem Magen zu Bett und vermeiden Sie Stimulanzien wie Alkohol und Koffein. Schalten Sie hinterleuchtete Geräte wie TV, Handy, Tablets und Computer kurz vor dem Zubettgehen aus, weil helles Licht die natürliche Produktion des Hormons Melatonin beeinträchtigt. Melatonin ist ein natürliches Hormon, welches in das Blut freigesetzt wird, wenn es dunkel wird. Sie erhalten weniger Warnmeldungen, so dass es einfacher ist, einzuschlafen. Der Melatoninspiegel im Blut bleibt während der Nacht erhöht und sinkt auf ein kaum erfassbares Maß, wenn es wieder hell ist.

Sie können besser schlafen, wenn Sie bereits kurz vor dem Zubettgehen Handy und Tablet ausschalten
  • Die richtige Schlafumgebung
    Sorgen Sie dafür, dass das Schlafzimmer vorbereitet ist. Es sollte dunkel und ruhig sein. Ohrstöpsel sind zu empfehlen, wenn von draußen viel Lärm, zum Beispiel durch Straßenverkehr, in das Schlafzimmer eindringt. Wichtig ist nicht nur ein bequemes Bett, sondern auch eine angenehme Raumtemperatur (weder zu heiß noch zu kalt). Eine Raumtemperatur von etwa 18°C ist die richtige Temperatur für guten Schlaf.
Schaffen Sie die richtige Schlafumgebung für guten Schlaf

2. Morgenritual

Sie sollten nicht nur stets zur gleichen Zeit zu Bett gehen, sondern auch morgens zur gleichen Zeit aufstehen, selbst am Wochenende! Wenn Sie gut und lange genug geschlafen haben, sollte es Ihnen leicht fallen.

Unsere innere Uhr ist direkt mit Licht und Dunkelheit verbunden. Deshalb können Sie Ihrem Körper beim Aufwachen helfen, indem Sie sich dem Tageslicht aussetzen. Öffnen Sie die Jalousien und lassen Sie das Sonnenlicht in Ihr Schlafzimmer hineinfluten. Im Winter, wenn es morgens noch dunkel ist, können therapeutische Lampen Intensität und Farbtemperatur des Tageslichts kreieren, um beim Aufwachen zu helfen.

3. Tagesablauf

Schlaf kann durch das, was Sie im Laufe des Tages machen, beeinflusst werden. Regelmäßige Bewegung, Zeit im Freien, keine Nickerchen, gesunde Essgewohnheiten und ein eingeschränkter Konsum von Alkohol und Koffein werden dabei helfen, die Qualität Ihres Schlafs zu verbessern.

Stress kann sich auf unsere Schlaffähigkeit negativ auswirken. Deshalb sollte man versuchen, das Stressniveau während des Tages zu managen, und sich Zeit für Entspannung nehmen.

Sie werden besser schlafen, wenn Sie sich Zeit nehmen, um zu entspannen und frische Luft zu schnappen

Guter Schlaf kommt der Gesundheit zugute

Guter Schlaf ist für Gesundheit und Wohlbefinden wichtig. Die Vorteile reichen von größerer Immunität gegenüber Krankheiten bis hin zu Vorteilen in Bezug auf das Körpergewicht. Darüber hinaus fördert guter Schlaf die Herzgesundheit.

Der Körper braucht Schlaf, um Stresshormone zu regulieren. Längerer Schlafmangel kann diese Regulierung der Stresshormone hemmen und zu Bluthochdruck und einer Beanspruchung des Herzens führen, die Herzerkrankungen und Schlaganfälle verursacht. Der Blutdruck sinkt in der Regel in der Nacht, aber Studien haben ergeben, dass Schlafmangel die nächtlichen Blutdruckwerte erhöhen kann. Deshalb ist die regelmäßige Blutdruckmessung wichtig, um Schwankungen im Blutdruck, die durch Schlafmuster verursacht werden, zu überwachen. Im Laufe der Zeit wird durchgängig gesunder Schlaf helfen, den Blutdruck zu senken.